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Auschreibungsgenehmigungsbeabsichtigungsankündigung

Donnerstag, 17. April 2008

Ein Wort mit über 50 Buchstaben kann es nur im Deutschen geben. Auch wenn das Hick-Hack um die Verteilung der Übertragungsrechte am deutschen Profi-Fußball bis 2012 eher italienischen, sprich: chaotischen Verhältnissen gleich kommt.

Um genau zu sein, es geht, wie es so schön in der Pressemitteilung des von der DFL beauftragten Rechtehändlers Sirius SportMedia GmbH heißt, um die “Ausschreibung der audiovisuellen Medienrechte an den Meisterschaftsspielen der Bundesliga und 2. Bundesliga für die Spielzeiten 2009/2010, 2010/2011 und 2011/2012 für das Territorium der Bundesrepublik Deutschland”. Der Beginn der Ausschreibung über das Kirch-Unternehmen hat sich ja bekanntlich aufgrund der Intervention des Kartellamtes verschoben. Nun aber gibt die DFL blassgrünes Licht. Man muss den Satz der Sirius-Pressemitteilung schon sezieren, um es zu verstehen. Ich mach das mal in Versform:

Die heutige Ankündigung der DFL
Deutsche Fußball Liga GmbH (”DFL”),
dass sie beabsichtigt,
die Ausschreibung der audiovisuellen Medienrechte
an den Meisterschaftsspielen der Bundesliga und 2. Bundesliga
für die Spielzeiten 2009/2010, 2010/2011 und 2011/2012
für das Territorium der Bundesrepublik Deutschland zu beginnen,
ist der Auftakt für die Bundesliga-Ausschreibung.

Aber der tatsächliche Startschuss ist es dennoch nicht! Noch einmal Zitat aus der Pressemitteilung: “Vorbehaltlich der kartellrechtlichen Überprüfung durch das Bundeskartellamt erfolgen die Bekanntgabe des Beginns der Ausschreibung sowie die Versendung der Ausschreibungsunterlagen zu einem späteren Zeitpunkt, frühestens jedoch vier Wochen nach der heutigen Ankündigung. Die Sirius wird die registrierten Marktteilnehmer über den weiteren Ablauf des Ausschreibungsverfahrens schriftlich informieren.”

Alles klar? Bestimmt. Ich schlage deshalb vor – Fußball gehört ja bekanntlich dem Volk –, dass sich jeder Fußballbegeistere, der gewiss auch ein “Marktteilnehmer” ist, weil er für seinen Sport Asche auf den Tisch legt, um die Übertragungsrechte bemüht. Hier die Ausschreibungsankündigung mit der Beschreibung der Vorgehensweise als PDF »

Das Heiligste stand auf der Kippe

Montag, 07. April 2008

<a href=”http://www.sueddeutsche.de/sport/dfbpokal/artikel/813/167333/”>Wie die Süddeutsche berichtet</a>, hat ein hoher DFB-Funktionär eingeräumt, dass die derzeitigen Ermittlungen der Wettbewerbshüter zu vermeintlichen Absprachen zwischen DFB und DFL in Sachen Sponsorensuche fast zur Absage des kommenden Pokalfinales BVB - FCB sowie der verbleibenden EM-Vorbereitungsspiele der deutschen Nationalelf geführt hätten. Au weia. Noch mal Glück gehabt! Wieso muss eigentlich immer der Free-TV-Gucker leiden? Immerhin stand das Heiligste ja auf der Kippe.

Bemerkenswert im SZ-Artikel ist der letzte Satz: “Es könnte noch immer zu happigen Strafen kommen, und die Vermarktung der Länderspiele nach der EM ist vorerst völlig offen.”

<a href=”http://www.sueddeutsche.de/sport/dfbpokal/artikel/813/167333/”>Artikel lesen »</a>

Bundesliga Report 2008

Donnerstag, 13. März 2008

“Profifußball mit Rekordzahlen” verkünden die Herren der DFL und stellen im aktuellen DFL-Newsletter den Bundesliga Report 2008 zum Download zur Verfügung. Darin finden sich die wichtigsten Kennzahlen zur 1. und 2. Bundesliga aus den vier Geschäftsbereichen der DFL, die da wären: SPIELBETRIEB, MARKETING UND KOMMUNIKATION, FINANZEN UND LIZENZIERUNG sowie RECHTE- UND LIZENZVERTRIEB.

Das unbedeutende Wörtchen Internet findet sich im über 200 Seiten starken Report ganze 6 mal, IPTV und Internet-Fernsehen je 1 mal. Am interessantesten ist in diesem Zusammenhang noch die Sender-Liste der “Weltweiten Live-Übertragungen der Bundesliga” auf S. 186.

Quoten-Crunching

Donnerstag, 13. März 2008

Wie viel Aussagekraft haben TV-Reichweitenmessungen in Zeiten des Internet-Live-Streams?

Das UEFA-Cup-Rückspiel der Bayern gegen Anderlecht auf ProSieben haben ab der 2. Halbzeit 4,83 Millionen Zuschauer ab drei (!) Jahren verfolgt. Wenn wir diese Zahlen ernst nehmen würden, steht es
1) um die Erziehungsideale der deutschen Bevölkerung schlecht und
2) bleiben alle außen vor, die sich mit dem relativ “wertlosen” Spiel am Rechner, d.h. per Live-Stream haben berieseln lassen.

Außerdem: Gegen die Doku-Soap-Quote auf RTL kam der Live-Kick auch nicht an.

Raus aus den Schulden oder rein in die nächste Runde?

Freitag, 07. März 2008

Zumindest für die Fußball-Fans war die Antwort klar: Den Championsleague-Krimi zwischen dem FC Porto und Schalke 04 bei Sat 1 schauten 2,96 Mio. Zuschauer der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Das war der Top-Wert am Mittwoch. Da konnte sogar der Schulden-Helfer Peter Zwegat mit seiner Doku-Soap “Raus aus den Schulden” nicht mithalten: 2,38 Mio. Zuschauer verfolgten den Start der neuen Folgen bei RTL, womit Zwegat nur auf Platz 6 im Einschaltquoten-Ranking landete. Insgesamt, über alle Altersklassen hinweg sahen 7,13 Mio. Zuschauer das Elfmeterschießen.