Lieber spät als gar nicht: Das Club-Radio der Eintracht

Im YouTube-Interview mit dem IT-Leiter der Eintracht Frankfurt Jan Schneider hört man es am Ende heraus: Neue Medien im Internetauftritt des Traditionsclubs unterzubringen, könnte ein hartes Unterfangen gewesen sein. Nun steht das Club-Radio und die Eintracht spielt endlich auch im Bereich Internetangebot 1. Liga. Denn Eintracht Frankfurt ist eine der wenigen Mannschaften der 1. und 2. Bundesliga, die noch kein Club-TV-Angebot (powered by T-Home) vorzuweisen hat (siehe hier).

Von Verweigerungshaltungen auf Seiten des Controllings, der Vereinsfunktionäre, der Vermarkter oder auf Seiten der ewiggestrigen “Brauche mer net, des gibts doch im HR-Radio”-Typen weiß jeder, der nur ein bisschen im Internet beruflich unterwegs ist, ein Liedchen zu trällern.

Nun aber scheint sich Jan Schneider durchgesetzt zu haben und lässt in dieser Saison insgesamt 20 mal Kommentatoren mit dem Adler im Herzen (Alexander Kolz und André Eichhorn) ans Mikro, um Spiele der Eintracht per Audio-Livestream in den digitalen Äther zu blasen.

Endlich, sagen wir von Fussballgucken.info. Und mit 1,49 dürfte doch ein Teil der Kosten refinanzierbar sein (wenn man auch noch an die Vermarktungschancen denkt). Es bleibt wie auch bei WerderTV und anderen sicherlich noch lange Zeit “Dienst am Fan”. Aber dafür sind Internetauftritte doch da: Kunden- resp. Fanbindung und emtionale Ansprache. Und die geht am besten erst einmal ohne Dollarbrille. Bleibt nur zu hoffen, dass neue Anbieter wie 90elf.de oder das mittlerweile etablierte Liga-Radio auf www.bundesliga.de der Eintracht keinen Strich durch die Rechnung machen. Subjektive, parteiische Kommentatoren fehlen jenen Angeboten jedenfalls. Das ist der Vorteil des Club-Radios.

Was also andere Vereine schon vormachen – z.B. das BVB Netradio, Red Bull Radio (Salzburg), das VIVA St. Pauli Webradio (für Fans sogar kostenfrei) –, das versucht jetzt auch die Eintracht. Wir wünschen viel Erfolg bei dem Unterfangen Audio-Live-Stream und mehr Mut im Umgang mit neuen Formaten! Wir werden das Eintracht Live-Radio auf jeden Fall in unsere Terminliste aufnehmen.

Hier die nächsten Live-Termine:

Eintracht – KSC (12.09., ab 20:15)
Eintracht – Rostock (23.09., ab 18:45)
Eintracht – Leverkusen (18.10., ab 15:15)

Direkt zum Live-Radio »

von Andreas Haderlein

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Eine Antwort zu “Lieber spät als gar nicht: Das Club-Radio der Eintracht”

  1. Andreas Haderlein sagt:

    Der erste Sendetermin am 12.9. fällt leider flach. Madonna hat ja bekannterweise den Rasen der Commerzbank ruiniert. Mehr dazu hier: http://direct.eintracht.de/aktuell/25060/

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