Wider dem Systemfußball: Der Future-Kicker Marko Marin

Marko Marin ist DER Zukunftsfußballer schlechthin. Bundestrainer Löw hätte bei der EM-Nominierung mehr Mut beweisen und den “kleinen” aber sehr großen Kicker Marko Marin in den Kader berufen sollen, lautet inzwischen der Tenor der Sportjournalisten. Wer weiß, was passiert wäre, wenn er Marin anstelle von Odonkor und Kuranyi hätte einwechseln können … Wohlmöglich hätte die DFB-Elf der Fußballwelt dann auch mal einen Typ Messi oder Ribéry präsentiert.

Hier ein Zitat aus einem Spiegel-Artikel, das treffend beschreibt, warum der Spielertyp Marin den Fußballer der Zukunft verköpert:

„…Marin, der 19-Jährige vom Bundesliga-Aufsteiger Borussia Mönchengladbach, ist ein Individualist und Draufgänger wie früher Garrincha oder Libuda, Fußballästheten wie der argentinische Trainer Cesar Luis Menotti nennen solche Künstler die “Abenteurer”. Sie stoßen in Lücken, die zunächst nur in ihrer eigenen Phantasie existieren, bevor sie sie mit ihren Dribblings in die gegnerische Abwehr hineinzaubern, nach heutigen Maßstäben sind sie Anarchisten. Spieler wie Barcelona-Star Lionel Messi oder eben Marin sind aufgefordert, bei eigenem Ballbesitz alle Gesetze des Systemfußballs zu brechen, ihre Unberechenbarkeit ist Teil des Plans. Marin mache “Dinge, die in keinem Lehrbuch” stehen, sagt Gladbachs Jugendtrainer Uli Sude…”

Quelle: Spiegel Online, 29.05.2008. Den ganzen Artikel gibt es hier »

von Oliver Dziemba

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